Freitag, 20. April 2007
Bernd's Gedanken zur Nacht I
Güllüm hat wirklich einen Dreier-BMW. In Schwarz, die Alufelgen sind schwarz eloxiert, die Heckpartie ist mit Tribals versehen. Die Tribals hat er von Apoptygma Berzerk geklaut. Er ist nicht tiefergelegt, das habe ich ihm ausreden können. Denn manche Zufahrtsstrassen sind wirklich mit bösen Schlaglöchern versehen.

Wenn man damit vor die einschlägigen Clubs vorfährt - bei Güllüm ist das wirklich ein Vorfahren wie in Hollywood - ist es sehr einfach Stammgäste und Zugereiste zu erkennen: Stammgäste interessiert es nicht und Zugereiste gucken irrtiert, wenn nicht gar blöde, ich bitte bei dem Ausdruck um Verzeihung!

Letztere kommen dann meist auch auf mich zu, und fragen mich, was Güllüm hier will - ihn selbst zu fragen, trauen sich die wenigstens. Üblicherweise geht es dabei weniger um Güllüm selbst, sondern um sein Nicht-Grufti-gerechtes Auto. Woraus geschlossen wird, das Güllüm unmöglich zur Szene gehören kann.

Dabei frage ich mich, was denn ein Grufti-gerechtes Kfz wäre, sieht man von dem Traum- bzw. vielmehr Leichenwagen ab. Vor kurzem habe ich eine älteren roten Corsa gesehen - mit regenbogenfarbenem HIM-Aufkleber. Ist das Grufti-gerecht? Die Parkplätze der hiesigen, dunkleren Clubs ist meist eine Mischung gedeckter Farben, schwarz keineswegs die dominierende Farbe; obwohl man das ja genau von der Szene erwarten sollte. Was soll also der Spruch wegen dem "prolligen" Auto von Güllüm? Manche investieren Unmengen Zeit und Geld in das eigene Styling, in Klamotten, die sündhaft teuer sind wegen ein paar dämlich platzierter Nieten und Gürteln an ungünstigen Stellen. Güllüm steckt es ins Auto.

Ich habe das Gedicht übrigens nicht per SMS geschickt, sondern per Brief...

Liebe Grüße, Bernd

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